Wenn Menschen feiern, leiden (noch mehr) Tiere (noch mehr)

Neben Festtagsbraten fordern auch Eier Tag für Tag Opfer. Nach Ostern, wenn der Bedarf auf das “Normalmaß” zurückgeht, müssen die dann überzähligen Hühner außerdem “entsorgt” werden. Was im Hintergrund abläuft, durchzulebender Alltag von Milliarden Tieren ist, lässt sich am ehesten mit den schlimmsten Horrorfilmen vergleichen, von denen wir wissen, sie sind nicht real. Die Handlungen vielleicht nicht. Die Grausamkeiten darin sehr wohl, gegen Lebewesen die sie Tag für Tag fühlen müssen, sich aber nicht wehren können. Es ist mechanisierte Massenvernichtung, von zum Teil noch gutgläubigen Verbrauchern finanziert.

Tierschutz müsse “vernünftig” betrieben werden lese ich in letzter Zeit immer öfter, und es verdichtet sich der Eindruck, dass “vernünftig” zunehmend missbraucht wird, um inkonsequentes Vorgehen zu umschreiben, sich von gelebter Ethik oder gar der Empfehlung zu rechtlich-moralischer Integration anderer Lebensformen als Menschen zu distanzieren.

Dieses Vernünftig, wozu steht das im Gegensatz? Leidenschaftlich, fanatisch, konsequent, verzweifelt, grundlegend, mitfühlend, Gefahren meiden wollend, ethisch…?
Die weltweiten Schadwirkungen – auch für den Menschen selbst – stehen in keinem Verhältnis zu dem was es bringt – grade mal einer Generation, vielleicht zwei? — Zur Erhaltung von Leben und Gesundheit sind wir doch nicht auf Tierleid angewiesen. – Dass Menschen die nur interessiert was ihnen schmeckt davon bis zur Unbeweglichkeit übergewichtig und krank werden können, sollte eigentlich genug darüber aussagen, dass “Geschmacksreiz” und “Vernunft” im Gehirn ganz, ganz weit auseinander liegen. – Die ihr Fleisch, Eier und Milch zum Überleben brauchen, das sind die Tiere selbst, nicht die Menschen.

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