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Festliches

Veganes Fondue

Die Idee kam mir erst am Morgen vor Silvester, und ich kombinierte Gemüse- mit Saitanfondue. Daneben, dass es sehr lecker schmeckte, war es auch noch ein preisgünstiges Festessen.

Gemüsefondue

zum Beispiel Brokkoli, Paprika, Champignons, Zucchini-Stücke, Karottenscheiben…
Backteig: Eiersatz (z.B. NoEgg) anrühren, und mit Wasser, Reismehl, etwas Weinsteinbackpulver und Salz zu einem dickem Backteig verrühren.
Die rohen Gemüsestücke dann darin eintauchen und an der Fonduegabel im heißen Fett garen.

Saitanfondue

Saitan (ev. ein oder zwei Tage vorher machen, dann in der Brühe in geschlossenem Gefäß im Kühlschrank ziehen lassen) je nach Bedarf herstellen (ich habe fertiges Glutenpulver genommen, das gibt es beispielsweise hier).

Brühe: 1 Große Zwiebel fein würfeln und anbraten, 2 fein gehackte Knoblauchzehen dazugeben und kurz mitbraten, mit pflanzlicher Brühe aufgießen und würzen mit: Tomatenpürre, Sojasoße, Curry, Lorbeerblätter, Neugewürz (Piment), Cayennepfeffer, Pfeffer(körner), ein Schuss Essig (darf stattdessen auch ein 0,1 Liter Gläschen Wein sein), eine Prise Zucker (oder Ahornsirup bzw. Agavendicksaft), so wie weitere Gewürze wenn man mag (z.B. Origano, Gewürznelken, Koriander > ich hatte noch frische Kräuter übrig und kochte die mit). Kochzeit (leichtes Köcheln) eine halbe Stunde, dann ließ ich das Stück im Sud liegend auskühlen.

Das fertige Saitanstück dritteln und in jeweils mundgerechte Stücke schneiden. In drei verschiedene Marinaden einlegen (wo sie ein paar Stunden drin liegen dürfen). Statt Seitan kann man auch Sojamedaillons verwenden und marinieren. Sie zu würzen und kräftig mit Reismehl zu bestäuben gibt knusprige Stückchen.

Variante 1: Stärke, Wasser, Sojasoße, Worcester, Curry, Rosmarin. Wenn die Stärkepampe schön dick ist und die Saitanstücke gut bedeckt, braucht man sie nicht mehr in Teig tauchen, sondern die “Marinade” ist dann der Backteig.

Variante 2: Stärke, Wasser, Tomatenmark, etwas Ketchup, 1 Löffel Agavendicksaft oder Ahornsirup, Senf, Cumin, Koriander, Majoran, Stärke, Wasser, Cayennepfeffer.

Variante 3: Stärke, Wasser, Senf, Estragon, Sojasoße, Curry, Paprika, Pfeffer, Cayennepfeffer, Chiligewürz, Tabasco.

Die Gewürze kann man man natürlich nach eigenem Geschmack variieren, das sind nur Vorschläge.

Grillsoßen: bei roten Soßen besteht die Chance, dass sie vegan sind, einfach mal die Zutatenlisten durchstöbern. Ansonsten selbst anrühren, zum Beispiel Currysoße auf Mayo-ohne-Ei-Basis…

Den Rest vom eingelegten Saitan habe ich mir am nächsten Tag in einer Pfanne angebraten. Kommt sehr lecker auf Salat.

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Hauptgerichte

Nudeln mit Räuchertofu, Pilzen und Zucchini

Zutaten (2 – 3 Personen)

  • 1 Packung Nudeln (z.B. Dinkelvollkornlinguini)
  • Pflanzenöl (z.B. Sesamöl, Erdnussöl, Rapsöl) zum Anbraten
  • 2 -3 Zucchini
  • Pfeffer, Salz
  • 1 EL Mehl
  • 1 Räuchertofu (ca. 200 g)
  • 1 Zwiebel
  • ca 100 Gramm frische Shi Take Pilze
  • pflanzliches Suppengewürz
  • Hafersahne und ev. Hafer- (oder kochfähige Soja-)milch
  • Petersilie
  • optional: Piri-Piri-Schote(n)

Arbeitsvorbereitung

Nudelwasser aufstellen
Räuchertofu in kleine Würfel schneiden
Pilze fein würfeln
Zwiebel fein hacken
(Piri-Piri in dünne Ringe schneiden)
Petersilie waschen, trocknen, fein zupfen und bereithalten

Zubereitung

Pfanne heiß werden lassen
Öl hineingeben
Zucchini darin braten, mit etwas Mehl stauben, mit Salz und Pfeffer würzen, in eine Schüssel geben und beseite stellen.
(Sobald das Nudelwasser kocht Wasser salzen und etwas Öl hinein, dann die Nudeln, gut umrühren und kochen lassen)
Jetzt den gewürfelten Räuchertofu golbraun anbraten (auf ca. Stufe 7 von 12), dann Zwiebel dazu, gemeinsam weiterbraten, immer wieder rühren (sind die Nudeln schon im Wasser?), bis auch die Zwiebel goldgelb wird
Pilze kurz mitbraten,
(Piri-Piri dazu),
die Zucchini wieder rein,
mit Hafersahne aufgießen, mit pflanzlichem Suppengewürz und Pfeffer abschmecken (ev. Milch) dazu und etwas köcheln lassen, derweil Petersilie hacken.
Nudeln abseien, Pfanne ausschalten und von der heißen Platte nehmen, gehackte Petersilie unterrühren und sofort servieren.

dazu passt

knackiger (z.B.Eisberg)salat, und wer mag, kann das angerichtete Nudelmahl noch mit Hefeflocken würzen.

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Festliches

Mein erstes veganes Weihnachtsessen

Unsere Ernährung hat maßgeblichen Einfluss auf Klima und Umwelt. Mit bis zu 51 % Anteil an den Treibhausemissionen der Menschheit ist die Fleischindustrie als Klimakiller Nummer 1 entlarvt. Von den damit verbundenen leidvollen und Todeserfahrungen (mehr als 50 Milliarden Tiere töten Menschen jedes Jahr um sie zu essen) will ich gar nicht erst anfangen. So etwas ohne Not hinzunehmen kann nicht mehr richtig sein.

Da Nachhaltigkeit hier das Thema ist, muss auch Veganismus eins sein. Als ich beschloss vegan zu werden, stand die große Frage im Raum, “was bleibt mir eigentlich noch zu essen?” – Meine Anfänge waren bescheiden – Gemüsesuppe, Gemüsepfanne, Tofu, Spaghetti mit Tomantensoße… – Heute esse ich fast alle Gerichte in veganer Form wieder, die ich früher auch aß, und noch vieles mehr, das ich vorher gar nicht kannte (oder in der tierischen Version gar nicht mochte).

Weihnachtsmenü 2009

Vorspeise: Salatbuffet mit gebratenen Sojamedaillons, gerösteten Kürbis- und Sonnenblumenkernen, Vinegrette-Sauce mit 3 Ölen (Lein-, Walnuss- und etwas Kürbiskernöl).
Salatbuffet

Hauptgang: Nussbraten mit Tofu gefüllt, der mit Zitrone, Salz, Pfeffer, Senf und frischen Kräutern gewürzt war. Dazu gab es Brokkoli mit gehobelten Mandeln und Knoblauch in Alsan Bio gepresst und kurz im Mikrowellenherd erhitzt, gebratene Karottenstreifen mit buntem Pfeffer, Wildreis und Minisemmelknödel, das Ganze an Soße (Zwiebel, Sellerie, Karotten-Basis) mit grünem Pfeffer und mit Hafersahne verfeinert.

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Nachtisch: Sojavanilleeis (das war ja gut – schmeckt mir viel besser als früher das andere!) mit einem Schuss Contreau und überträufelt mit dünnen Linien sacht geschmolzener Manner Zartbitterkuvertüre.

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Die wurde auf dem Eis gleich fest – ein knackiges Vergnügen. Und natürlich stand noch ein Keksteller auf dem Tisch.

veganer keksteller

Bin total erledigt, aber Spaß hat’s gemacht. Das Essen gelang abgesehen von kleineren Pannen gut. Für Überraschungseffekte war ausreichend gesorgt, und es schmeckte.

Nussbraten
225 Gramm gewürfelte, mehlige Kartoffeln

450 Gramm Nüsse, gemischt (z.B. Paranüsse, Walnüsse und Cashnew)
1 Zwiebel gewürfelt
2 Knoblauchzehen gehackt
125 Gramm Pilze
Öl zum Anbraten
2 EL Kräuter gehackt (z.B. Petersilie)
1 TL Paprikapulver scharf
1 TL Cumin (Kreuzkümmel gemahlen)
1 TL Koriander gemahlen
2 – 4 Leinsameneier (1 Ei = 1 EL gemahlener Leinsamen verrührt mit 2 EL Wasser)
1 TL Salz
Pfeffer

Fülle:
400 Gramm gut ausgedrückter Tofu
Schale einer unbehandelten Zitrone
etwas Zitronensaft
1 EL Pflanzenöl > pürrieren
dann die frische gehackte Kräuter (z.B. Petersilie, Koriander, Thymian) untermischen (nicht mit pürrieren), und mit Senf, Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Kastenform einölen.
Kartoffeln kochen, abgießen und in einer Schüssel zerstampfen.
Die Nüsse in einer Pfanne anrösten und fein hacken.
Zwiebel, Knoblauch und Pilze würfeln.
Kräuter hacken.
Leinsameneier in einer kleinen Schüssel anrühren.
Zwiebel anschwitzen, Knoblauch und Nüsse dazu geben und unter ständigem Bewegen etwas anrösten.
Pilze, Gewürze und Kräuter dazugeben.
Die Masse mit den Kartoffeln und Leinsameneiern mischen. Sie sollte schön feucht sein, das verhindert, dass der Nussbraten trocken und bröselig wird.
Etwa die Hälfte der Mischung in die Kastenform drücken, Fülle darauf verteilen und mit dem Rest der Masse gut abdecken.
Kann am Vortag gemacht und am nächsten Tag gebacken werden.
Etwa eine Stunde bei 190 Grad (Ober- und Unterhitze).
Nach dem Backen auf eine Platte stürzen, vorsichtig in Scheiben schneiden und servieren.
Was diesen Nussbraten so aufregend macht sind die Gewürze, zu denen der sanfte Tofu mit den frischen Kräutern einen schönen Kontrast bildet.

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Ernährung

Lecker genießen ohne Tierleid

ist das Motto dieses Blogs. Und damit auch die Gesundheit nicht zu kurz kommt, gibt es auch Infos über Ernährungslehre. Eine weitere Kategorie wird die Warenkunde sein, Informationen darüber, welche veganen Produkte es gibt, in welchen Variationen, wofür sie geeignet sind, wie mit ihnen umzugehen ist, und wo man sie beziehen kann.