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Festliches Hauptgerichte

Festtagstortelloni an Artischocken-Basilikum-Creme mit Pinienkernen

Das Soßenrezept ist im vorherigen Rezept zu finden.

In diesem Rezept kommen mehrere Ersatzprodukte zum Einsatz die wir hier teilweise erstmalig getestet haben. Die Menge reicht für etwa 25 große Tortelloni (zum Rezept für den Teig).

Zutaten (Füllung)

  • 1,5 MyEyGelb
  • 1 MyEyWeiß
  • 150 G vegane Scrimps, in feine Streifen geschnitten
  • 1/2 Glas veganer Kaviarersatz
  • ca. 1 EL Petersilstile, fein gehackt
  • 1 kleine Frühlingszwiebel, fein gehackt
  • Saft 1/4 Limone
  • Semmelbrösel
  • Salz

Eyweiß zu Schnee schlagen. Eygelb anrühren, Ersatzkaviar, Petersilie und Frühlungszwiebel dazugeben. Etwa 1 EL Semmelbrösel damit vermischen (eine Frage der Konsistenz). Anschließend die Scrimpsstreifen unterrühren, und Schnee unterheben. Mit Limonensaft und Salz abschmecken.

Aus dem dünn ausgewalkten Nudelteig 12 cm Kreise ausstechen. In die Mitte je ein Häufchen der Fülle setzen und die Tortelloni formen. Anschließend in reichlich Salzwasser leicht köcheln / ziehen lassen bis sie durch sind (je nach Dicke des Teiges 8 – 12 Minuten).

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Festliches

Festlich: cremige Artischocken-Soße mit Pinienkernen

Quelle: vegan.at, etwas abgewandelt.

Zutaten

  • 3 EL Pinienkerne (oder Mandelstifte, die fanden wir sogar besser)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 – 2 Schalotten (fein gehackt)
  • 2 – 3 Knoblauchzehen (gepresst)
  • 100 ML Weißwein
  • 150 Gramm Artischockenstücke
  • 250 ML Mandelcuisine
  • 2 EL Basilikum (wenn möglich frisch, gehackt)
  • 1 EL Hefeflocken (optional)

Pinienkerne auf mittlerer Stufe in der Pfanne vorsichtig anrösten (am besten ständig in Bewegung halten) bis sie golbraun sind, auf einen Teller geben und zur Seite stellen. Danach das Olivenöl erhitzen, und die fein gehackten Schalotten und den Knoblauch darin anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen. Nun die Artischocken hinzugeben und alles etwa zwei Minuten köcheln lassen. Dann Mandelcuisine ggf. Hefeflocken und Basilikum hinzugeben, und die Soße auf niedriger Stufe etwa 1/4 Stunden köcheln lassen. Optional mit etwas Salz abschmecken. Was man mit der Soße serviert (zum Beispiel selbst gemacht Tagliatelle oder Tortelloni), mit darübergestreuten Pinienkernen und frisch gemahlenem Pfeffer servieren.

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Festliches Produkte

Tipp: Veggieduck

Fleischimitate bestelle ich selten, da wir oft Gemüse als Hauptgericht essen, und andernfalls mit Tofu und TVP eine ganze Menge anstellen können. Zwischendurch teste ich gespannt das eine oder andere Pflanzenvleischwerk (dies Blog will ja schließlich auch gefüttert werden), wie Vurst, Vürstchen, oder Viletstreifen (sehr lecker knusprig gebraten an Salat).

Nicht alles was ich schon probierte muss ich unbedingt wiederhaben. Anderes habe ich bis heute nicht getestet (z.B. fehlt mir bisher jede Erfahrung mit Tempeh), es mir jedoch vorgenommen. Was ich letztes Jahr um Weihnachten herum verheimlichte ist, dass es nicht nur ein Weihnachtsessen (Nussbraten) gegeben hatte, sondern zwei. Eines mit Familie, und eines mit meiner Freundin. Zu dieser Gelegenheit gab es “Veggieduck”, die man fertig gewürzt und verpackt beim Veganversand bekommt.

Zu der Pflanzenente passt alles, was man bereits als passend für die alte Variante empfunden hat. Gebraten wird sie in Alsan bei schwach mittlerer Temperatur, etwa vier bis fünf Minuten auf jeder Seite, Unterseite zuerst, die Oberseite bis die Haut schön dick knusprig ist. Das Ergebnis sieht ziemlich “echt” aus, hat eine angenehme Konsistenz und gibt auch geschmacklich was her.

Für die Soße kam unser Soßengrundrezept zum Einsatz (mit Schalotten statt Zwiebeln), aufgegossen mit frischem Orangensaft, ein bis zwei Spritzer Angostura, um den Orangengeschmack zu unterstreichen, Sojasoße. Zum Schluss kommen noch die Orangenfilets in die Soße.

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Festliches

Veganes Fondue

Die Idee kam mir erst am Morgen vor Silvester, und ich kombinierte Gemüse- mit Saitanfondue. Daneben, dass es sehr lecker schmeckte, war es auch noch ein preisgünstiges Festessen.

Gemüsefondue

zum Beispiel Brokkoli, Paprika, Champignons, Zucchini-Stücke, Karottenscheiben…
Backteig: Eiersatz (z.B. NoEgg) anrühren, und mit Wasser, Reismehl, etwas Weinsteinbackpulver und Salz zu einem dickem Backteig verrühren.
Die rohen Gemüsestücke dann darin eintauchen und an der Fonduegabel im heißen Fett garen.

Saitanfondue

Saitan (ev. ein oder zwei Tage vorher machen, dann in der Brühe in geschlossenem Gefäß im Kühlschrank ziehen lassen) je nach Bedarf herstellen (ich habe fertiges Glutenpulver genommen, das gibt es beispielsweise hier).

Brühe: 1 Große Zwiebel fein würfeln und anbraten, 2 fein gehackte Knoblauchzehen dazugeben und kurz mitbraten, mit pflanzlicher Brühe aufgießen und würzen mit: Tomatenpürre, Sojasoße, Curry, Lorbeerblätter, Neugewürz (Piment), Cayennepfeffer, Pfeffer(körner), ein Schuss Essig (darf stattdessen auch ein 0,1 Liter Gläschen Wein sein), eine Prise Zucker (oder Ahornsirup bzw. Agavendicksaft), so wie weitere Gewürze wenn man mag (z.B. Origano, Gewürznelken, Koriander > ich hatte noch frische Kräuter übrig und kochte die mit). Kochzeit (leichtes Köcheln) eine halbe Stunde, dann ließ ich das Stück im Sud liegend auskühlen.

Das fertige Saitanstück dritteln und in jeweils mundgerechte Stücke schneiden. In drei verschiedene Marinaden einlegen (wo sie ein paar Stunden drin liegen dürfen). Statt Seitan kann man auch Sojamedaillons verwenden und marinieren. Sie zu würzen und kräftig mit Reismehl zu bestäuben gibt knusprige Stückchen.

Variante 1: Stärke, Wasser, Sojasoße, Worcester, Curry, Rosmarin. Wenn die Stärkepampe schön dick ist und die Saitanstücke gut bedeckt, braucht man sie nicht mehr in Teig tauchen, sondern die “Marinade” ist dann der Backteig.

Variante 2: Stärke, Wasser, Tomatenmark, etwas Ketchup, 1 Löffel Agavendicksaft oder Ahornsirup, Senf, Cumin, Koriander, Majoran, Stärke, Wasser, Cayennepfeffer.

Variante 3: Stärke, Wasser, Senf, Estragon, Sojasoße, Curry, Paprika, Pfeffer, Cayennepfeffer, Chiligewürz, Tabasco.

Die Gewürze kann man man natürlich nach eigenem Geschmack variieren, das sind nur Vorschläge.

Grillsoßen: bei roten Soßen besteht die Chance, dass sie vegan sind, einfach mal die Zutatenlisten durchstöbern. Ansonsten selbst anrühren, zum Beispiel Currysoße auf Mayo-ohne-Ei-Basis…

Den Rest vom eingelegten Saitan habe ich mir am nächsten Tag in einer Pfanne angebraten. Kommt sehr lecker auf Salat.

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Festliches

Mein erstes veganes Weihnachtsessen

Unsere Ernährung hat maßgeblichen Einfluss auf Klima und Umwelt. Mit bis zu 51 % Anteil an den Treibhausemissionen der Menschheit ist die Fleischindustrie als Klimakiller Nummer 1 entlarvt. Von den damit verbundenen leidvollen und Todeserfahrungen (mehr als 50 Milliarden Tiere töten Menschen jedes Jahr um sie zu essen) will ich gar nicht erst anfangen. So etwas ohne Not hinzunehmen kann nicht mehr richtig sein.

Da Nachhaltigkeit hier das Thema ist, muss auch Veganismus eins sein. Als ich beschloss vegan zu werden, stand die große Frage im Raum, “was bleibt mir eigentlich noch zu essen?” – Meine Anfänge waren bescheiden – Gemüsesuppe, Gemüsepfanne, Tofu, Spaghetti mit Tomantensoße… – Heute esse ich fast alle Gerichte in veganer Form wieder, die ich früher auch aß, und noch vieles mehr, das ich vorher gar nicht kannte (oder in der tierischen Version gar nicht mochte).

Weihnachtsmenü 2009

Vorspeise: Salatbuffet mit gebratenen Sojamedaillons, gerösteten Kürbis- und Sonnenblumenkernen, Vinegrette-Sauce mit 3 Ölen (Lein-, Walnuss- und etwas Kürbiskernöl).
Salatbuffet

Hauptgang: Nussbraten mit Tofu gefüllt, der mit Zitrone, Salz, Pfeffer, Senf und frischen Kräutern gewürzt war. Dazu gab es Brokkoli mit gehobelten Mandeln und Knoblauch in Alsan Bio gepresst und kurz im Mikrowellenherd erhitzt, gebratene Karottenstreifen mit buntem Pfeffer, Wildreis und Minisemmelknödel, das Ganze an Soße (Zwiebel, Sellerie, Karotten-Basis) mit grünem Pfeffer und mit Hafersahne verfeinert.

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Nachtisch: Sojavanilleeis (das war ja gut – schmeckt mir viel besser als früher das andere!) mit einem Schuss Contreau und überträufelt mit dünnen Linien sacht geschmolzener Manner Zartbitterkuvertüre.

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Die wurde auf dem Eis gleich fest – ein knackiges Vergnügen. Und natürlich stand noch ein Keksteller auf dem Tisch.

veganer keksteller

Bin total erledigt, aber Spaß hat’s gemacht. Das Essen gelang abgesehen von kleineren Pannen gut. Für Überraschungseffekte war ausreichend gesorgt, und es schmeckte.

Nussbraten
225 Gramm gewürfelte, mehlige Kartoffeln

450 Gramm Nüsse, gemischt (z.B. Paranüsse, Walnüsse und Cashnew)
1 Zwiebel gewürfelt
2 Knoblauchzehen gehackt
125 Gramm Pilze
Öl zum Anbraten
2 EL Kräuter gehackt (z.B. Petersilie)
1 TL Paprikapulver scharf
1 TL Cumin (Kreuzkümmel gemahlen)
1 TL Koriander gemahlen
2 – 4 Leinsameneier (1 Ei = 1 EL gemahlener Leinsamen verrührt mit 2 EL Wasser)
1 TL Salz
Pfeffer

Fülle:
400 Gramm gut ausgedrückter Tofu
Schale einer unbehandelten Zitrone
etwas Zitronensaft
1 EL Pflanzenöl > pürrieren
dann die frische gehackte Kräuter (z.B. Petersilie, Koriander, Thymian) untermischen (nicht mit pürrieren), und mit Senf, Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Kastenform einölen.
Kartoffeln kochen, abgießen und in einer Schüssel zerstampfen.
Die Nüsse in einer Pfanne anrösten und fein hacken.
Zwiebel, Knoblauch und Pilze würfeln.
Kräuter hacken.
Leinsameneier in einer kleinen Schüssel anrühren.
Zwiebel anschwitzen, Knoblauch und Nüsse dazu geben und unter ständigem Bewegen etwas anrösten.
Pilze, Gewürze und Kräuter dazugeben.
Die Masse mit den Kartoffeln und Leinsameneiern mischen. Sie sollte schön feucht sein, das verhindert, dass der Nussbraten trocken und bröselig wird.
Etwa die Hälfte der Mischung in die Kastenform drücken, Fülle darauf verteilen und mit dem Rest der Masse gut abdecken.
Kann am Vortag gemacht und am nächsten Tag gebacken werden.
Etwa eine Stunde bei 190 Grad (Ober- und Unterhitze).
Nach dem Backen auf eine Platte stürzen, vorsichtig in Scheiben schneiden und servieren.
Was diesen Nussbraten so aufregend macht sind die Gewürze, zu denen der sanfte Tofu mit den frischen Kräutern einen schönen Kontrast bildet.