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Tierleid

Mehr als 10 Jahre vegan, eine Bilanz

Die ursprüngliche Motivation für mich, mein Leben im Weiteren möglichst frei von tierischen Produkten zu halten, war überwiegend humanistisch motiviert. Der Umstand, dass Menschen so viel Tierisches konsumieren wie noch nie, hat dazu geführt, dass sich tierverarbeitende Industrien zur größten Umwelt- und Artenbedrohung auswuchsen (ein Umstand der nach wie vor gerne ausgeblendet wird). Das tun sie noch dazu völlig unnötigerweise, denn weder brauchen Menschen Fleisch, noch Fisch, noch Säuglingsmilch anderer Spezies, um zu überleben. Auch wenn es zu anderen Zeiten und / oder an anderen Orten anders (gewesen) sein mag, ist das kein Argument dafür, den Welterschöpfungstag jedes Jahr noch ein Stück weiter nach vorne zu verlegen nur um nicht vom Fleisch getöteter Tiere (und anderen ressourcenfressenden Dingen) lassen zu müssen, die es nicht braucht.

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Tierleid

vegane Ostern

Flyer mit einem Text von Christian Vagedes.

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Tierleid

Wenn Menschen feiern, leiden (noch mehr) Tiere (noch mehr)

Neben Festtagsbraten fordern auch Eier Tag für Tag Opfer. Nach Ostern, wenn der Bedarf auf das “Normalmaß” zurückgeht, müssen die dann überzähligen Hühner außerdem “entsorgt” werden. Was im Hintergrund abläuft, durchzulebender Alltag von Milliarden Tieren ist, lässt sich am ehesten mit den schlimmsten Horrorfilmen vergleichen, von denen wir wissen, sie sind nicht real. Die Handlungen vielleicht nicht. Die Grausamkeiten darin sehr wohl, gegen Lebewesen die sie Tag für Tag fühlen müssen, sich aber nicht wehren können. Es ist mechanisierte Massenvernichtung, von zum Teil noch gutgläubigen Verbrauchern finanziert.

Tierschutz müsse “vernünftig” betrieben werden lese ich in letzter Zeit immer öfter, und es verdichtet sich der Eindruck, dass “vernünftig” zunehmend missbraucht wird, um inkonsequentes Vorgehen zu umschreiben, sich von gelebter Ethik oder gar der Empfehlung zu rechtlich-moralischer Integration anderer Lebensformen als Menschen zu distanzieren.

Dieses Vernünftig, wozu steht das im Gegensatz? Leidenschaftlich, fanatisch, konsequent, verzweifelt, grundlegend, mitfühlend, Gefahren meiden wollend, ethisch…?
Die weltweiten Schadwirkungen – auch für den Menschen selbst – stehen in keinem Verhältnis zu dem was es bringt – grade mal einer Generation, vielleicht zwei? — Zur Erhaltung von Leben und Gesundheit sind wir doch nicht auf Tierleid angewiesen. – Dass Menschen die nur interessiert was ihnen schmeckt davon bis zur Unbeweglichkeit übergewichtig und krank werden können, sollte eigentlich genug darüber aussagen, dass “Geschmacksreiz” und “Vernunft” im Gehirn ganz, ganz weit auseinander liegen. – Die ihr Fleisch, Eier und Milch zum Überleben brauchen, das sind die Tiere selbst, nicht die Menschen.