Kategorien
Tipps und Kniffe

Sojagranulat für Bolognese, Chili etc. schmackhaft aufbereiten

Sojagranulat gibt es in unterschiedlich feiner Körnung, je nachdem, wofür man es verwendet (Bolognese eher fein, Chili grob). Die Art der Vorbereitung ist für alle Körnungen geeignet. Schritt eins ist, das Granulat in kochende Gemüsebrühe einzustreuen, zu verühren und ziehen zu lassen (5 – 10 Minuten, je nach Körnung). Anschließend das Granulat portionsweise in einer Kartoffelpresse (mit feinen Löchern) von überschüssiger Flüssigkeit befreien. Dabei nicht zu kraftvoll zudrücken, das Granulat sollte nicht an den Seiten herausquellen.

Eine Pfanne auf höchster Stufe erhitzen und den Pfannenboden großzügig mit Rapsöl bedecken. Das Granulat in die Pfanne geben und sofort gut mit dem Öl durchmischen, damit das Granulat das Öl möglichst gleichmäßig einsaugen kann. Das Gemisch gleichmäßig verteilen, andrücken, etwas anbraten lassen, gut aufmischen, wieder andrücken, verteilen, und diese Prozedur mehrfach wiederholen, bis es von allen Seiten angebraten ist.

Dann wird das Granulat mit dicker Sojasoße bespritzt, und die Pfanne dabei so gerüttelt, dass sich die Soße möglichst gleichmäßig unter das Granulat mischt. Das Granulat nun unter regelmäßigem Verteilen trockenbraten, mit Pfeffer würzen und zur Seite stellen. Das kommt dann so kurz vor Schluss in die Bolognesesoße oder das Chili.

Dieses Vorgehen ist auch geeigent, um Sojawürfel für Gulasch zu präparieren. Sie werden zum Schluss mit Pfeffer, Paprikapulver und frisch gepresstem Knoblauch gewürzt, und mit Ketchup gelöscht.

Kategorien
Hauptgerichte

Chevapcici

Adaptiert von einem Rezept bei Naturkost.de. Die wurden richtig gut. Die Angaben für die Gewürze entsprechen womöglich nicht genau den tatsächlich eingesetzten Mengen. Im Zweifelsfall mit etwas weniger anfangen und beim Abschmecken entscheiden ob es mehr sein soll.

Zutaten (für 1 Blech)

  • 1 Packung (250 G) feines Sojagranulat
  • Pflanzensuppenwürfel oder Veggiegewürz für das Kochwasser
  • 1 kleine Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • je 1 gestrichener EL Tomatenmark und Senf
  • 3 EL Öl
  • 2-3 EL Paprika edelsüß
  • 1 EL Parika scharf
  • Salz, Pfeffer
  • Sojasoße
  • nach dem Abschmecken
  • 4 EL Glutenpulver
  • 2 EL Mehl
  • Beilagen
  • 1 Tasse Reis
  • 1 El vegane Mayonnaise
  • 1 Tofu nach Belieben, z.B. mit Bärlauch
  • 1 roter Spitzpaprika
  • Tomaten
  • rohe Zwiebel
  • scharfe Pfefferoni
  • Alva für den Reis und als Dipp

Zubereitung

Wasser aufkochen, würzen, Herdplatte abschalten und das Sojagranulat einstreuen. Dabei bleiben und gelegentlich umrühren bis es nicht mehr wallt und ein paar Minuten ziehen lassen. Backrohr auf 200 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Sojagranulat gut ausgedrückt in eine Schüssel geben.

Den Knoblauch fein hacken und mit Salz zerdrücken. Zwiebel fein schneiden, und mit den anderen Zutaten bis zur Sojasoße unter das Sojagranulat mischen. Abschmecken. Dann das Glutenpulver und Mehl gut unter die Masse mengen. Chevapcici formen und auf dem Backpapier verteilen. Mit Öl einstreichen und in die mittlere Backrohrschiene schieben.

In der Zwischenzeit den Reis aufsetzen, Tomaten, Zwiebel und Paprika zuschneiden. Den Tofu würfeln. Wenn der Reis fertig ist, mit der veganen Mayonnaise und großzügig Alva mischen.

Bei mir waren sie in 45 Minuten durch und knusprig (keine Heißluft) – da das gerne auch vom Backrohr abhängt, könnten sie auch früher fertig sein. Backuhr daher auf 30 Minuten stellen und alle paar Minuten den Bräunungszustand kontrollieren.

Kategorien
Hauptgerichte

Spaghetti Bolognese

Sojagranulat ist ein dankbarer Rohstoff, da er schnell vorbereitet ist und vielseitig verwendbar. Es lohnt sich, Großpackungen zu kaufen (1,5 Kilo). Am Besten wird die Soße mit frischen Tomaten, geschält und gewürfelt.

Vorbereitung

Wasser zum Kochen bringen, salzen, gewünschte Menge Sojagranulat einstreuen, Platte ausschalten, nach etwa drei Minuten vom Herd nehmen und das Sojagranulat in einem feinen Sieb auffangen. Gut ausdrücken. Wie Hackfleisch weiterverwenden.

Zutaten

  • 1 Packung Vollkornspaghetti
  • 2 Schöpfkellen Sojagranulat fein
  • Sojasoße
  • Rapsöl zum Anbraten
  • 6 – 8 frische Tomaten, am besten geeignet sind Bio-Ovaltomaten
  • Tomatenmark
  • 1 Flasche passierte Tomaten, bio
  • pflanzliche Würze (Suppenwürfel oder Granulat)
  • Pfeffer
  • frische Kräuter (z.B. Thymian und Rosmarin), alternativ: getrocknete Kräuter, z.B. “der Provence”
  • Hefeflocken oder No Muh Chäs als Streuwürze

Arbeitsvorbereitung

Sojagranulat vorbereiten wie oben beschrieben
Tomaten kreuzweise einschneiden für ca. 20 Minuten in kochendes Wasser geben, abschrecken, schälen und würfeln.

Zubereitung

Sojagranulat rundherum gut anbraten, mit Sojasoße würzen.
Ungefähr 10 cm Tomatenmark aus der Tube drücken und mitbraten.

Wenn das Nudelwasser kocht dieses salzen und etwas Öl hineingießen, Spaghetti hineingeben und gut umrühren.

Tomatenwürfel hinzugeben, ebenfalls braten mit den passierten Tomaten verflüssigen, etwas köcheln lassen und mit Gewürzen und Kräutern abschmecken.

Nudeln abgießen und mit der Soße servieren. Wer mag streut noch Hefeflocken über die Spaghetti.

dazu passt

Blatt- oder Gurkensalat

Kategorien
Hauptgerichte

Manchmal geht auch was schief

Visuell und geschmacklich sind sie gut geworden, mit der Konsistenz bin ich aber noch nicht glücklich. Es fehlte noch eine Komponente, die den Teilen Festigkeit gibt, so dass man ein ganzes Stück davon abschneiden kann, ohne dass sie dabei auseinanderfallen.

Zutaten

  • ca 2 Teile (insgesamt ca. 500 Gramm) Seitanrest fein (zu wenig?) zerhackt
  • ca 1 Teil Sojagranulat gekocht und gut ausgedrückt (dafür nehme ich eine Kartoffelpresse)
  • 1 Zwiebel fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen fein gewürfelt
  • 2 EL Reismehl
  • 2 TL Johannisbrotkernmehl
  • 1 EL gekochter Grünkern
  • Curry
  • Cayennepfeffer
  • Pfeffer
  • viel Paprika (50/50 rosenscharf und edelsüß)
  • gehackte Petersilie
  • Sojasoße

Die geformten Cevapcici eine halbe Stunde ziehen lassen und langsam anbraten, mindestens 20 – 25 Minuten, damit kein Mehlgeschmack zurückbleibt.

Eigentlich würde ich schon kein Mehl verwenden wollen, doch irgendwas Veganes muss die Masse ja zusammenhalten. Semmelbrösel wären nun auch nicht gerade meine erste Wahl. Was ich mir vorstellen könnte beim nächsten Mal zu verwenden, sind Tomatenmark und Senf, aber wird das Ganze damit auch stabiler?

Das muss ich nochmal testen.