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Tierleid

Mehr als 10 Jahre vegan, eine Bilanz

Die ursprüngliche Motivation für mich, mein Leben im Weiteren möglichst frei von tierischen Produkten zu halten, war überwiegend humanistisch motiviert. Der Umstand, dass Menschen so viel Tierisches konsumieren wie noch nie, hat dazu geführt, dass sich tierverarbeitende Industrien zur größten Umwelt- und Artenbedrohung auswuchsen (ein Umstand der nach wie vor gerne ausgeblendet wird). Das tun sie noch dazu völlig unnötigerweise, denn weder brauchen Menschen Fleisch, noch Fisch, noch Säuglingsmilch anderer Spezies, um zu überleben. Auch wenn es zu anderen Zeiten und / oder an anderen Orten anders (gewesen) sein mag, ist das kein Argument dafür, den Welterschöpfungstag jedes Jahr noch ein Stück weiter nach vorne zu verlegen nur um nicht vom Fleisch getöteter Tiere (und anderen ressourcenfressenden Dingen) lassen zu müssen, die es nicht braucht.

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Beilagen

Neue Variante für Tortelloni- und Nudelteig

Unsere ersten Versuche Tortelloni aus selbstgemachtem Nudelteig zu bauen sahen so aus https://vegan2love.eu/tortellini-mit-raeuchertofu-fuellung/. In der Zwischenzeit versuchten wir uns an verschiedenen Teigvariationen. Sowohl für Tortelloni als auch Tagliatelle überzeugte uns schließlich folgendes Rezept:

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Grundrezepte

Veganer Speck

Werkzeuge

  • Schneidbrett
  • Messer mit dünner aber nicht elastischer Klinge
  • eine gut und robust beschichtete Pfanne
  • zwei Pfannenknechte
  • Küchenpapier

Zutaten

  • 1 fester, aber nicht zu trockener Räuchertofu
  • dicke Sojasoße
  • Rapsöl
  • optional: Rauchsalz

Info

Der Tofu sollte nicht zu stark durchgeräuchert sein, weil er dann zu trocken ist und beim Schneiden schon zerbröselt. Weicher Tofu in Lake würde die Bratzeit zu stark ausdehnen und ebenfalls zerfallen.
Die spezielle Sojasoße ist dicker und dunkelt das Würzgut stark ab. Beim Anbraten bekommt es einen krossen Überzug. Bei jeglichem Kontakt mit Feuchtigkeit löst er sich aber wieder und der Tofuspeck wird weich. Deswegen ist es wichtig ihn luftdicht zu lagern.
Zur Verwendung gibt man ihn auch erst möglichst spät auf die Speisen (je nachdem wie knusprig er bleiben soll). Er neigt nämlich auch dazu abzufärben.
Wenn man den Speck nicht so salzig möchte, mit Sojasoße und Rauchsalz etwas zurückhaltender sein.

Verwendungsbeispiele

  • Topping für Salate, Suppen, Eintöpfe
  • in Krautspätzle
  • Pastagerichte die sonst Speck enthalten
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Tipps und Kniffe

Sojagranulat für Bolognese, Chili etc. schmackhaft aufbereiten

Sojagranulat gibt es in unterschiedlich feiner Körnung, je nachdem, wofür man es verwendet (Bolognese eher fein, Chili grob). Die Art der Vorbereitung ist für alle Körnungen geeignet. Schritt eins ist, das Granulat in kochende Gemüsebrühe einzustreuen, zu verühren und ziehen zu lassen (5 – 10 Minuten, je nach Körnung). Anschließend das Granulat portionsweise in einer Kartoffelpresse (mit feinen Löchern) von überschüssiger Flüssigkeit befreien. Dabei nicht zu kraftvoll zudrücken, das Granulat sollte nicht an den Seiten herausquellen.

Eine Pfanne auf höchster Stufe erhitzen und den Pfannenboden großzügig mit Rapsöl bedecken. Das Granulat in die Pfanne geben und sofort gut mit dem Öl durchmischen, damit das Granulat das Öl möglichst gleichmäßig einsaugen kann. Das Gemisch gleichmäßig verteilen, andrücken, etwas anbraten lassen, gut aufmischen, wieder andrücken, verteilen, und diese Prozedur mehrfach wiederholen, bis es von allen Seiten angebraten ist.

Dann wird das Granulat mit dicker Sojasoße bespritzt, und die Pfanne dabei so gerüttelt, dass sich die Soße möglichst gleichmäßig unter das Granulat mischt. Das Granulat nun unter regelmäßigem Verteilen trockenbraten, mit Pfeffer würzen und zur Seite stellen. Das kommt dann so kurz vor Schluss in die Bolognesesoße oder das Chili.

Dieses Vorgehen ist auch geeigent, um Sojawürfel für Gulasch zu präparieren. Sie werden zum Schluss mit Pfeffer, Paprikapulver und frisch gepresstem Knoblauch gewürzt, und mit Ketchup gelöscht.

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Hauptgerichte

Masala

Die Besonderheit an dieser Gemüsepfanne sind das Gewürz (Masala, eine indische Gewürzmischung), Kokosmilch und (wenn man mag) die Früchte zum Schluss. Ein fixes Rezept habe ich dafür nicht. Meist entsteht das Gericht spontan aus verschiedenen Gemüsesorten, die gerade vorrätig sind. Bestandteil einer Masalapfanne waren bereits Rosenkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Karotten, Paprikaschoten, Frühlingszwiebel, Zwiebel, Lauch, Zucchini, Mais, Champignons….

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Früchte wie Ananas, Mango oder Banane werden ganz zum Schluss noch kurz angebraten, ggf. mit etwas Agavendicksaft gesüßt und über dem Gemüse verteilt.

Das Gemüse wird gebraten, mit Gemüsebrühe, Sojasoße und Masala gewürzt, mit Reismehl gestaubt, mit Kokosmilch aufgegossen und leicht geköchelt bis das Gemüse gar ist. Eventuell noch Kokoscuisine verwenden, wenn die Soße ansonsten nicht das gewünschte Volumen erreicht.

Gut dazu passen gebratene Räuchertofuwürfen oder Medaillons aus TVP, roter Reis, Kichererbsen (ganz oder pürriert), Bulgur oder Kuskus.

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Suppen

Kürbis-Paprikasuppe mit gemischtem Gemüse

Zutaten für die Suppe

  • Olivenöl zum Braten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 250 G Butternusskürbis
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 1 – 1,5 Liter Wasser zum Aufgießen
  • Gemüsebrühe (Würfel, oder selbst gemachte Würze)

Zwiebel und Knoblauch fein schneiden, Paprika und Butternusskürbis würfeln. Zwiebel zusammen mit dem Knoblauch in Olivenöl anschwitzen lassen. Dann die Kürbis- und Paprikastücke dazugeben sowie den Ingwer. Mit Brühe würzen und aufgießen. Auf niedriger Stufe leicht köcheln lassen bis das Gemüse weich ist. Die Suppe dann pürrieren.

Während die Suppe köchelt, die Gemüseeinlage vorbereiten.
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Gemüseeinlage

  • Olivenöl zum Braten
  • verschiedenes Gemüse (z.B. Kraut, Rosenkohl, Brokkoli, Lauch, Fenchel, Champignon, Karotten, Butternusskürbisstücke…)

Das Gemüse im Olivenöl anbraten und zugedeckt dünsten lassen. Dann in die Mitte von Suppentellern legen, und die Suppe darum verteilen.